Seebestattung

Vorraussetzung für eine Seebestattung ist, dass der Verstorbene zu Lebzeiten eine Seebestattung gewünscht hatte. In der Regel reicht hierfür eine Erklärung der Angehörigen.

Diese Art der Bestattung setzt eine Einäscherung voraus, bei der die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne gefüllt wird. Bei der Seebestattung wird die Urne der See in Gebieten der Nord- oder Ostsee übergeben, auf Wunsch auch auf allen Weltmeeren.

Vor der Einäscherung findet in der Regel eine übliche Trauerfeier am Sarg statt. Der Bestatter organisiert die Einäscherung und übersendet die Urne dann an eine Seebestattungsreederei. Anschließend können Angehörigen und Freunde an der Bestattung auf See teilnehmen.

Am Tag der Seebestattung wird die Urne an Bord des Bestattungsschiffes überführt und dort stilvoll aufgebahrt. Nachdem die Angehörigen und Trauergäste an Bord sind, legt das Schiff ab und nimmt Kurs auf den Bestimmungsort der Seebestattung.

Bei Erreichen der Position wird die Maschine gestoppt und abgestellt. Im Rahmen einer kleinen Trauerfeier an Bord spricht der Kapitän Worte des Gedenkens und übergibt die Urne auf der Steuerbordseite dem Meer. Hierbei ertönt die Schiffsglocke mit vier Doppelschlägen – dies bedeutet nach altem Seemannsbrauch das Ende einer Seewache.

Nun übergeben die Angehörigen ihren "letzten Blumengruß" der See und das Schiff dreht eine Ehrenrunde um die Grabstelle. Zum Abschluss ertönt das Typhon mit drei langen Signaltönen und nimmt dann wieder Kurs Richtung Heimathafen auf.


Schnörkel

Keine Blume ziert die Stelle
und kein Hügel schmückt den Ort
doch des Meeres ewige Welle
ziehend brausend drüber fort
aus einem alten Volkslied, um 1915


Schnörkel






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